Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Yves Rocher

Wie sich das in den 80-ern so gehörte, hatte natürlich auch meine Schwester damals einige Yves Rocher Cremes. Woran ich mich noch erinnern kann: Das Zeug hat furchtbar gestunken.

Ein paar Jahre später dann setze ich dennoch alle meine Hoffnungen in Yves Rocher als Retter in der Not: Ich war 14, gerade Punker geworden und hatte mir die Haare frisch blondiert, damit meine pinke und blaue Farbe besser hielt. Dummerweise waren sie nun gelblich gescheckt und ich sah auf dem Kopf aus wie eine Mischung aus Hella von Sinnen und Bart Simpson. Die Frau im Yves Rocher Shop drehte mir deshalb ein Kornblumen-Shampoo gegen Gelbstich bei grauem Haar an, bei dem sie mir versicherte, dass es auch bei missglückten Blondier-Experimenten wirke. Tat es aber nicht. Dafür war es ziemlich teuer für einen 14-jährigen - und roch noch schlimmer als die Cremes meiner Schwester.

Naja, das war doch keine Bomben-Story, merke ich gerade. Aber das ist nunmal das, was ich mit Yves Rocher verbinde. Von da an war das nie so mein Laden.

Erwähnenswert ist noch, dass Yves Rocher als der König der grünen Kosmetik galt. Das heißt: Pflanzliche Inhaltsstoffe statt Chemie - und Verzicht auf Tierversuche, was meine Tierschützerseele natürlich freut. Was außerdem wenige wissen: Der Unternehmer war 46 Jahre lang auch Bürgermeister der französischen Gemeinde “La Gacilly”.

Yves Rocher starb am Samstag mit 79 Jahren in Paris.

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