Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Jan Leighton

Heute berichtete die New York Times erst über seinen Tod, doch gestorben ist der “Mann der 3.000 Gesichter” bereits am 16. November in Manhattan an den Folgen eines Schlaganfalls. Jan Leighton wurde am 27. Dezember 1921 in der Bronx geboren. Anfangs betätigte er sich als Schuhverkäufer, seine Sehnsucht nach der Schauspielerei gewann dann die Oberhand. Er hatte zwar Engagements in Theater, Film und Fernsehen - seinen Lebensunterhalt verdiente er jedoch im Wesentlichen mit Werbung.

Leighton recherchierte historische Persönlichkeiten und schlüpfte - mit teils selbst entworfenen Kostümen - in deren Rollen. Als Fidel Castro warb er für Bic Feuerzeuge, als Albert Einstein für Toyota, als Johann Sebastian Bach für eine Biersorte, als Abraham Lincoln, Clark Gable und Groucho Marx für verschiedene Banken. Sogar die ehemalige “Eiserne Lady”, Maggie Thatcher, war in seinem Repertoire enthalten.

Seine Einsätze als “menschliches Chamäleon” brachten ihm einerseits einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde ein (1998 für insgesamt 3.395 Rollen). Andererseits führten sie dazu, dass man sein eigenes Gesicht trotz der Medienpräsenz überhaupt nicht kannt.

CBS hat seinen Commercials 2005 einen Beitrag gewidmet, der wirklich sehenswert ist und der auch den Auftritt als Maggie Thatcher enthält. (Sorry, der erst Spot gehört natürlich nicht dazu.)

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  • Mike
    Habe Jan Leighton noch in diesem Jahr mehrfach in seinem Appartment in Manhattan besucht. Seine 87 jahre hat man ihm nicht angemerkt, ein unglaublicher freundlicher und wissbegieriger Mann, der tolle Anekdoten erzählen konnte. Danke für die Würdigung und vor allem für den Link, der Leighton noch mal in seinen ganzen Rollen zeigt.
  • Hallo Mike, vielen Dank für den Kommentar. Toll, dass jemand hier postet, der ihn persönlich kannte! :-)

    Liebe Grüße,
    Martin
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