Archive for November, 2009

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Erich Böhme

Der Spiegel Verlag meldete heute, dass sein langjähriger Chefredakteur im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Erich Böhme leitete das Nachrichtenmagazin von 1973 bis 1989. 1990 wechselte er zum Fernsehen. Zu seiner Sendung “Talk im Turm” schreibt der Spiegel: Es war “eine wöchentliche Gesprächsrunde, deren Erfolg Beobachter in der Aktualität der Themen, dem auf Kontroverse angelegten Konzept und Böhmes pragmatisch-unideologischer Haltung ausmachten.” Auch “Die Zeit” kommentierte das Format und meinte, dass Talkshows am besten gelängen, “wenn die Leute einfach reden, und der Gastgeber sich zurückhält”.

Wie das in der Umsetzung aussah, zeigt das Beispiel einer Konfrontation zwischen Nina Hagen und u.a. auch Angela Merkel:

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Jan Leighton

Heute berichtete die New York Times erst über seinen Tod, doch gestorben ist der “Mann der 3.000 Gesichter” bereits am 16. November in Manhattan an den Folgen eines Schlaganfalls. Jan Leighton wurde am 27. Dezember 1921 in der Bronx geboren. Anfangs betätigte er sich als Schuhverkäufer, seine Sehnsucht nach der Schauspielerei gewann dann die Oberhand. Er hatte zwar Engagements in Theater, Film und Fernsehen - seinen Lebensunterhalt verdiente er jedoch im Wesentlichen mit Werbung.

Leighton recherchierte historische Persönlichkeiten und schlüpfte - mit teils selbst entworfenen Kostümen - in deren Rollen. Als Fidel Castro warb er für Bic Feuerzeuge, als Albert Einstein für Toyota, als Johann Sebastian Bach für eine Biersorte, als Abraham Lincoln, Clark Gable und Groucho Marx für verschiedene Banken. Sogar die ehemalige “Eiserne Lady”, Maggie Thatcher, war in seinem Repertoire enthalten.

Seine Einsätze als “menschliches Chamäleon” brachten ihm einerseits einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde ein (1998 für insgesamt 3.395 Rollen). Andererseits führten sie dazu, dass man sein eigenes Gesicht trotz der Medienpräsenz überhaupt nicht kannt.

CBS hat seinen Commercials 2005 einen Beitrag gewidmet, der wirklich sehenswert ist und der auch den Auftritt als Maggie Thatcher enthält. (Sorry, der erst Spot gehört natürlich nicht dazu.)

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Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Evan Chandler

Geld macht nicht glücklich! Das mußte Evan Chandler am eigenen Leib erfahren.

Er war der Mann, der in den 90ern Michael Jacksons Karriere zerstörte, weil er behauptete, der Popstar habe seinen damals zwölf Jahre alten Sohn Jordan sexuell mißbraucht. Jackson zahlte ihm und seiner Familie darauf hin eine Abfindung von 23 Millionen Dollar.

Doch nicht nur die Medien warfen ihm Profitgier vor. Um den wütenden Michael Jackson Fans zu entkommen, war Chandler gezungen, sich bis zur Unkenntlichkeit operieren zu lassen. Und auch sein Sohn distanzierte sich später von ihm und brach den Kontakt zu ihm ab. Nach dem Tod des King of Pop gab Jordan zu, damals auf Druck des Vaters gelogen zu haben und nie von Jackson mißbraucht worden zu sein.

Fünf Monate später brachte sich der 65-Jährige Evan Chandler nun vor einigen Tagen um. Offenbar hatte er Krebs.

Aus gegebenen Anlass - und weil wir ja noch nicht genug Michael Jackson in den letzten Monaten hören mußten:

Seit 15 Jahren genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Pornostar Joey Stefano

Geboren wurde er am 1. Januar 1968 als Nicholas Anthony Iacona jr. in Pennsylvania. Gestorben ist er als Joey Stefano am 26. November 1994 in Hollywood. Dazwischen lagen 26 Jahre, in denen er kurzfristig zu einem der bekanntesten schwulen Porno-Darsteller in einer passiven Rolle in den USA wurde. 1989 erhielt er den “Oscar” der Porno-Industrie, den XRCO Gay Award, als bester Newcomer.

1990 wurde bekannt, dass er HIV infiziert ist. Da gleichzeitig sein Drogenkonsum stieg, neigte sich seine kurze Karriere schnell dem Ende zu. In den nächsten Jahren verdiente sein Geld mit Tanzen und Strippen in Nachtclubs sowie als Callboy. Joey Stefano starb vor 15 Jahren in einem Motel-Zimmer an einem Drogenmix aus Kokain, Morphium und Heroin.1996 veröffentlichte Charles Isherwood ein Buch über sein kurzes Leben, das zugleich eine Abrechnung mit der Porno-Industrie ist.

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Charis Wilson

Sie war Sekretärin, Geliebte und Muse des berühmten amerikanischen Fotografen Edward Weston. Er machte sie 1937 zu seiner Ehefrau, die Scheidung erfolgte 1946. Durch seine Aufnahme wurde sie in den 30er Jahren zum berühmtesten Aktmodell der Welt. Charis Wilson starb am 20. November in ihrem Haus im kalifornischen Santa Cruz im Alter von 95 Jahren. Ausführlich berichtet die New York Times.

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: das Schaf Lucky

Trauer bei Familie Westgarth im australischen Bundesstaat Victoria: Mit 23 Jahren ist das älteste Schaf der Welt gestorben. Lucky war als Lamm von seinem Muttertier verstoßen und von der Familie adoptiert worden. In deren Kreis ist es nun friedlich entschlafen und wird unter seinem Lieblingsbaum begraben; selbst ein Grabstein ist geplant.

Lucky wurde bereits vor zwei Jahren ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Was nicht verwunderlich ist, da 23 Schafsjahre immerhin 180 Menschenjahren entsprechen. Ihm zum Gedenken nun der Titelsong eines seiner entfernten Verwandten.

Seit 18 Jahren genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Freddie Mercury

An ihn kann man gar nicht oft genug erinnern: Freddie Mercury starb am 24. November 1991 im Alter von 45 Jahren an einer Lungenentzündung, vermutlich eine Folge seiner AIDS-Erkrankung.

“Barcelona” wurde im Oktober 1987 aufgenommen und 1992, also im Jahr nach seinem Tod, zur offziellen Erkennungsmelodie der Olympischen Spielen in der katalanischen Metropole erklärt.

Seit 15 Jahren genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Tommy Boyce

Bekannt wurde er als Songschreiber der “Retortenband” Monkees. Als sie in den 60er Jahren in den USA als Konkurrenz zu den Beatles aufgebaut und durch eine eigene TV-Sitcom gepuscht wurden, waren Tommy Boyce und Bobby Hart mit ca. 30 Songs wesentlich an deren Erfolg beteiligt. Von 1967 bis 1969 trat das Duo dann auch gemeinsam vor Kamera und Publikum. 1975 und in den 80ern folgte zwei kurze Revivals. Erfolgreicher waren sie mit ihren Fremdkompositionen, die auf mehr als 85 Millionen Mal auf Tonträger gepresse und verkauft wurden. In späteren Jahren schrieb Tommy Boyce auch Hits für Iggy Pop und Meat Loaf.

Nachdem bei ihm ein Aneurisma diagnostiziert wurde, musste er seinen Lebensstil ändern - und litt fortan unter Depressionen. Am 23. November 1994 starb Tommy Boyce in seiner Wohnung in Nashville. Er tötete sich selbst mit einem Pistolenschuss.

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Kosmonaut Konstantin Feoktistow

Nach diesem Mann ist ein Mondkrater benannt und es gibt Briefmarken mit seinem Portrait.

Er war der einzige parteilose Kosmonaut in der Sowjetunion und zudem der erste Zivilist im All (alle anderen sowjetischen Kosmonauten waren militärisch). Nun stab Konstantin Feoktistow am Samstag mit 83 Jahren.

Seit einem Jahr genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: MC Breed

Dass Rapper oftmals keine lange Lebenserwartung haben, ist hinlänglich bekannt. Im Fall von MC Breed war es jedoch keine Kugel, sondern Nierenversagen, das zum frühen Tod führte. Geboren wurde er am 12. Juni 1971 in Michigan. Mit 21 Jahren brachte er sein erstes Soloalbum heraus. Obgleich er im mittleren Westen der USA zu den Pionieren zählte, blieb der ganz große Erfolg aus.

MC Breed brach am 5. September 2008 während eines Basketballspieles zusammen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und musste über Wochen hin künstlich beatmet werden. Am 22. November 2008 starb er im Alter von 37 Jahren “im Schlaf”.

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