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Drummer James Owen Sullivan - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Heavy Metal ist zwar nicht gerade meine bevorzugte Musik-Richtung, doch die Nachricht, dass der Drummer der US-Band Avenged Sevenfold im Alter von 28 Jahren gestern in seinem Haus in Kalifornien gestorben ist, hat mich doch etwas geschockt. Derzeit geht die Polizei von einer natürlichen Todesursache aus. Da ist sicher noch Klärungsbedarf, die Gerichtsmedizin wurde eingeschaltet.

Folkrocker Vic Chesnutt - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Mit 18 Jahren hatte er einen selbstverschuldeten Autounfall, der seine Bewegungsfähigkeit stark einschränkte. Mit 22 wurde er entdeckt und machte eine Karriere als Sänger und Songwriter. Seine Auftritte absolvierte er im Rollstuhl, die Lähmung erstreckte sich bis in seine Arme.

Was wie eine tapfere Lebensgeschichte klingt, war von Depressionen überschattet und von einigen Selbstmordversuchen begleitet. Viele seine Lieder handeln davon, auch “Flirting With You All My Life” beschreibt seine Todessehnsucht.

Am 24. Dezember nahm Vic Chesnutt eine Überdosis eines Muskelrelaxans, die einen Tag später zu seinem Tod führte. Er wurde nur 45 Jahre alt.

Hollywood-Star Brittany Murphy - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Unser letzter Beitrag galt einer 90-Jährigen, jetzt forderte Hollywood ein sehr junges Opfer: Brittany Murphy starb mit 32 Jahren. Am Sonntagmorgen wurde um 10.04 Uhr in einem Krankenhaus in Los Angeles ihr Tod festgestellt. Die bisher offzielle Variante lautet auf Herzversagen, allerdings sind Untersuchungen angekündigt.

Brittany Murphy hatte ihren Durchbruch 1995 mit “Clueless”. Weitere Filme mit ihr waren “Durchgeknallt”, “Sin City” (der ausgerechnet an ihrem Todestag auf Pro 7 ausgestrahlt wurde) und “8 Mile” an der Seite von Rapper Eminem. Und 2006 drehte sie einen Film mit dem unheilverkündenden Titel “Dead Girl” -  …

Jennifer Jones - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Ob es an Hollywood, an ihrem rechtzeitigen Ausstieg oder ihrer robusten Gesundheit lag, wird sich nicht feststellen lassen. Aber Jennifer Jones, die mit 24 Jahren für die Hauptrolle in “Das Lied der Bernadette” einen Oscar erhielt, konnte am 2. März 2009 ihren 90. Geburtstag feiern. Weitere bekannte Filme mit ihr waren “Duell in der Sonne” und “Madame Bovary”.

1974 stand sie für “Flammendes Inferno” ein letztes Mal vor der Kamera. Da war sie bereits seit drei Jahren mit dem Milliardär Norton Simon verheiratet. Gemeinsam mit ihm schuf sie eines der renommiertesten Kunstmuseen Kaliforniens, das Norton Simon Museum in Pasadena. Bis 2003 hatte sie den Vorsitz inne. Vor zwei Tagen starb Jennifer Jones in ihrem Haus in Malibu.

Alfred Hrdlicka - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Österreichs umstrittendster Künstler ist gestern gestorben. Alfred Hrdlicka war Bildhauer, Zeichner, Grafiker und Maler - und immer politisch sehr engagiert. 1988 schockte er seine Heimatstadt Wien, als sein Mahnmal gegen Krieg und Faschismus in der Innenstadt aufgestellt wurde. Ein Störkörper inmitten einer idyllischen, fast puderzuckrigen Umgebung. Der Protest verebbte mit den Jahren, heute ist die österreichische Hauptstadt stolz und vermarktet das Mahnmal und die Skulptur des “straßenschrubbenden Juden” als Attraktionen.

Geboren wurde Alfred Hrdlicka am 27. Februar 1928. Sein Vater war bekennender Kommunist und musste unter den Nazis abtauchen. Er selbst absolvierte zuerst eine Zahntechniker-Ausbildung, bevor er sich nach dem Krieg der bildenden Kunst zuwandte. Während die allgemeine Tendenz hin zur Abstraktion ging, blieb er der Figürlichkeit treu. Ebenso seinem politischen Engagement und dem körperlichen Einsatz beim Entstehen seiner Skulpturen. Zu seinem 80. Geburtstag meinte er deshalb, dass er sich zu Tode geschunden habe.

Einen schönen Artikel veröffentlichte die FAZ zu seinem 80. Geburtstag. Und ein wunderbarer Film wurde kurz nach der Todesnachricht auf YouTube eingestellt.

Richard Todd - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Seinen 90. Geburtstag konnte der englische Schauspieler irischer Abstammung am 11. Juni feiern. Sein größter Erfolg war der Film “A Hasty Heart” (Gezählte Stunden), für den er 1950 eine Oscar-Nominierung als bester Newcomer erhielt. In den 50er Jahren drehte er für Disney einige Film, u.a. als Robin Hood. Der Konzern bedankte sich 2002 mit der Ernennung zur “Disney Legend”. Weiterhin wirkte er mit an Produktionen wie “Der längste Tag” und “Das Bildnis des Dorian Gray”. Richard Todd erlag am 3. Dezember den Folgen seines Krebsleidens.

Eric Woolfson - genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen

Bereits mit 18 Jahren überzeugte Eric Woolfson als Session-Pianist, dennoch widmete er sich anfangs der Juristerei. Der Musik blieb er als Komponist und Texter treu, und Jahre später wurden seine “Woolfsongs” von Künstlern wie Marianne Faithful und Chris Farlowe aufgenommen.

Sein Zusammentreffen mit Alan Parson führt zu dem gleichnamigen “Project” und zu einer intensiven Zusammenarbeit. Geplant war eigentlich nur ein Konzeptalbum auf Grundlage der Geschichten von Edgar Allen Poe. Doch die “Tales of Mystery and Imagination” waren so erfolgreich, dass neun weitere Produktionen folgten.

Eric Woolfson war auch Produzent von Musicals wie “Gambler” und “Gaudi”, die auf der Basis von Alben von The Alan Parson Project entstanden und die beide in Deutschland ihre Weltpremiere feierten. Er starb gestern, am 2. Dezember 2009, mit 64 Jahren in London an Krebs.

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Karl Peglau

Am Samstag, den 28. November, verstarb der Erfinder der Ost-Ampelmännchen im Alter von 82 Jahren. 1961 hatte der Verkehrspsychologe Karl Peglau die Figuren entworfen, 1969 durchliefen sie Berlin eine Testphase und ab 1970 wurden sie in der DDR fächendeckend eingesetzt. Nach der Wende erlangten sie als “Maskottchen der Ostalgie” geradezu Kultstatus. Seit 1993 werden sie teilweise auch im Westen eingesetzt, da ihnen eine bessere Erkennbarkeit nachgesagt wird.

Karl Peglau war vom Erfolg seiner Figur, die mittlerweile 400 unterschiedliche Produkte ziert, mehr als überrascht. Bis kurz von seinem Tod hat er an der Entwicklung mitgearbeitet. Wer seine Ampelmännchen einmal im internationalen Vergleich sehen möchte, dem sei diese Wikipedia-Seite empfohlen.

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Erich Böhme

Der Spiegel Verlag meldete heute, dass sein langjähriger Chefredakteur im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Erich Böhme leitete das Nachrichtenmagazin von 1973 bis 1989. 1990 wechselte er zum Fernsehen. Zu seiner Sendung “Talk im Turm” schreibt der Spiegel: Es war “eine wöchentliche Gesprächsrunde, deren Erfolg Beobachter in der Aktualität der Themen, dem auf Kontroverse angelegten Konzept und Böhmes pragmatisch-unideologischer Haltung ausmachten.” Auch “Die Zeit” kommentierte das Format und meinte, dass Talkshows am besten gelängen, “wenn die Leute einfach reden, und der Gastgeber sich zurückhält”.

Wie das in der Umsetzung aussah, zeigt das Beispiel einer Konfrontation zwischen Nina Hagen und u.a. auch Angela Merkel:

Genauso tot wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen: Jan Leighton

Heute berichtete die New York Times erst über seinen Tod, doch gestorben ist der “Mann der 3.000 Gesichter” bereits am 16. November in Manhattan an den Folgen eines Schlaganfalls. Jan Leighton wurde am 27. Dezember 1921 in der Bronx geboren. Anfangs betätigte er sich als Schuhverkäufer, seine Sehnsucht nach der Schauspielerei gewann dann die Oberhand. Er hatte zwar Engagements in Theater, Film und Fernsehen - seinen Lebensunterhalt verdiente er jedoch im Wesentlichen mit Werbung.

Leighton recherchierte historische Persönlichkeiten und schlüpfte - mit teils selbst entworfenen Kostümen - in deren Rollen. Als Fidel Castro warb er für Bic Feuerzeuge, als Albert Einstein für Toyota, als Johann Sebastian Bach für eine Biersorte, als Abraham Lincoln, Clark Gable und Groucho Marx für verschiedene Banken. Sogar die ehemalige “Eiserne Lady”, Maggie Thatcher, war in seinem Repertoire enthalten.

Seine Einsätze als “menschliches Chamäleon” brachten ihm einerseits einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde ein (1998 für insgesamt 3.395 Rollen). Andererseits führten sie dazu, dass man sein eigenes Gesicht trotz der Medienpräsenz überhaupt nicht kannt.

CBS hat seinen Commercials 2005 einen Beitrag gewidmet, der wirklich sehenswert ist und der auch den Auftritt als Maggie Thatcher enthält. (Sorry, der erst Spot gehört natürlich nicht dazu.)

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